Nachdem wir den Campingplatz sehr spontan unterwegs über das Handy rausgesucht haben, hatten wir auch nicht sehr viel darüber gelesen. Als wir dort angekommen sind, mussten wir feststellen, dass die Rezeption leider nicht besetzt war. Also erst mal warten, nach ner viertel Stunde tauchte dann auch doch mal jemand auf. Wir bezahlten gleich mal für eine Nacht, und sollten uns dann auf der Zeltwiese einen Platz suchen. Auf dem Weg runter zur Zeltwiese stellten wir dann fest, dass das mehr ein Dauercamper-Platz als eine Durchgangsplatz ist. Sonderlich begeistert waren wir nicht, aber war ja nur für eine Nacht. Wir wollten dann nicht direkt auf der Wiese stehen, sondern auf einer seitlich erhöhten Parzelle. Also erst mal den Wohnwagen auf der leicht feuchtem Wiese rückwärts eine kleine Steigung hoch. Von der Richtung hat es gepasst, allerdings hat die Kupplung vom Auto schon übel gestunken, weshalb wir den Rest dann von Hand schieben wollten. Da der Wohnwagen aber nicht ganz gerade stand, wollten wir ihn von Hand auf einen Keil schieben. Was für ne tolle Idee. Da hat man noch deutlich gemerkt, dass wir Campinganfänger sind. Das war vielleicht eine wilde Schieberei, dann auch noch den Reifen auf der anderen Seite abgestützt, und irgendwie war es uns dann egal, dass er nicht ganz gerade steht, hauptsache wir können ne Nacht drin schlafen. Beim Wasser holen habe ich dann die Sanitäranlagen gesehen, die waren ja mal richtig alt, weshalb schnell der Entschluss feststand, dass wir alles nur im Wohnwagen nutzen werden.
Aber wir wollten uns die Laune nicht versauen lassen, und machten uns auf Richtung Flensburger Innenstadt. Haben erstmal ein Parkhaus im Zentrum angesteuert, und sind dann in der Fußgängerzone bummeln gegangen (soweit das mit meiner kaputten Hüfte ging). Als wir dann am Hafen angekommen waren, haben wir festgestellt, dass hier gerade Volksfest war. Also auch noch da durchgebummelt, und dann langsam zurück Richtung Auto. Unterwegs haben wir für Tanja und mich noch ne große Sushi-Platte gekauft, die wir später im Wohnwagen noch verputzt haben. Die Kinder waren ja schon vom Volksfest satt. Die Nacht war ruhig, am nächsten Morgen haben wir dann noch gefrühstückt, und dann wollten wir los. Allerdings war unsere Keil-Konstruktion vom Vortag so toll gebaut, dass der Wohnwagen kaum mehr zu bewegen war, da wir die Keile auf beiden Seiten entgegengesetzt angebracht hatten. Und pünktlich zum Losfahren fing es auch an zu schütten. Irgendwann hatten wir den Wohnwagen dann am Haken und wir machten uns weiter auf den Weg in den Süden. Ein festes Ziel hatten wir keines, wir wollten einfach mal schauen, wie weit wir kommen.